Heizöl-Info vom 7.August

Der Ölmarkt zieht wieder deutlich an und macht einen großen Teil des zu Beginn der Woche verzeichneten Rückgangs zunichte. Die Hoffnung auf eine rasche Lösung rund um den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz hat sich schnell zerschlagen. Teheran stellt neue strenge Bedingungen, darunter ein Passageverbot für Schiffe mit Bezug zu den USA oder Israel sowie die Erhebung von Transitgebühren für Schiffe aus Ländern, die als „feindlich“ eingestuft werden.

Diese Forderungen werden von Washington als unannehmbar abgelehnt; die USA verlangen eine Rückkehr zur freien Schifffahrt ohne Gebühren oder Einschränkungen. Zu dieser Festgefahrenheit kommen neue iranische Angriffe hinzu, die in der Nacht nahe der Insel Qeschm gemeldet wurden, sowie eine groß angelegte Offensive der Huthi-Rebellen im Jemen gegen die von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen. Darüber hinaus haben erneute ukrainische Drohnenangriffe zwei russische Raffinerien getroffen, was die Spannungen bei der Kraftstoffversorgung weiter verschärft.

Diese erneute Zunahme der Spannungen macht sich direkt beim ICE Gasoil-Kontrakt bemerkbar, dessen Preis wieder kräftig angestiegen ist. Diese Bewegung schlägt sich auf die Beschaffungskosten in der Schweiz nieder. Infolgedessen verzeichnen die Richtpreise für Heizöl am heutigen Freitagmorgen einen spürbaren Anstieg.