Heizöl-Info vom 3.August

Der Ölmarkt startet mit deutlichen Abschlägen in die neue Woche und den Monat August. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten zurückzuführen. Donald Trump kündigte die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit Teheran an, nachdem er einen umfassenden Militärschlag abgesagt hatte. Im Mittelpunkt der Gespräche soll vor allem die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormuz stehen. Obwohl der Iran diesen Enthusiasmus dämpft und daran erinnert, dass in den letzten Monaten kein nachhaltiges Abkommen erzielt werden konnte, beruhigt diese diplomatische Annäherung die Sorgen vor Störungen der Ölversorgung.

Parallel dazu verstärken mehrere angebotsseitige Faktoren diesen Abwärtstrend. Die OPEC+ hat am Wochenende eine weitere Erhöhung ihrer Fördermengen beschlossen. Dies markiert das theoretische Ende der freiwilligen Kürzungen und bereitet den Weg für höhere Volumina vor, sobald sich die Lage stabilisiert. Zudem hat Kasachstan seine Ölexporte über das CPC-Terminal am Schwarzen Meer wieder aufgenommen, während der Irak und die Türkei ihr Abkommen über eine Pipeline erneuert haben, um alternative Exportrouten zu sichern.

Der Rückgang des ICE Gasoil-Kontrakts, der europäischen Benchmark für Diesel und Heizöl, schlägt sich rasch auf den Schweizer Markt nieder. Die Beschaffungskosten sinken zu Beginn dieser Woche, und die Richtpreise für Heizöl verzeichnen am heutigen Morgen einen spürbaren Rückgang im Vergleich zu Freitag.