Heizöl-Info vom 19.August

Zwischen Washington und Teheran zeichnen sich auch heute keinerlei Anzeichen einer Entspannung ab. Donald Trump bestätigte, dass derzeit keine Gespräche geplant seien, während der Iran die faktische Schliessung der Strasse von Hormuz aufrechterhält. Die durch den Konflikt verursachten Störungen entziehen dem Weltmarkt somit erhebliche Ölmengen. Um die Meerenge zu umgehen, hat der Irak einen dreimonatigen Notfallplan beschlossen, der darauf abzielt, ab September einen Teil der Exporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline in Richtung Türkei umzuleiten. Diese Lösung wird jedoch nur einen Teil der derzeit blockierten Mengen ausgleichen können.

Zusätzlichen Druck bringen die jüngsten Daten aus den USA. Der wöchentliche API-Bericht weist einen Rückgang der Rohölvorräte sowie der Diesel- und Benzinreserven in den USA aus. Die Benzinbestände sind für diese Jahreszeit besonders niedrig, was die Sorgen um die Kraftstoffversorgung aufrechterhält. Hinzu kommt ein erneuter ukrainischer Angriff auf einen Öltanker im Schwarzen Meer. Die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (DOE), die für heute Nachmittag erwartet werden, dürften den Rückgang der US-Lagerbestände weiter präzisieren.

In der Schweiz sorgt die Lage am heutigen Morgen dennoch für eine kleine Atempause. Trotz der weiterhin hohen Öl- und Gasoil-Preise hat der ICE Gasoil-Kontrakt nach den Anstiegen vom Dienstag leicht nachgegeben. Diese Bewegung ermöglicht es den Richtpreisen für Heizöl, im Vergleich zum Dienstag am heutigen Morgen wieder leicht nachzugeben.