Heizöl-Info vom 18. Mai

Der Ölmarkt startet unter extremem Druck in die neue Woche. Die Hoffnung auf eine Beruhigung ist nach dem Scheitern des Peking-Gipfels und einer Reihe von Angriffen am Wochenende völlig verflogen, was die Kurse erneut in Richtung Höchststände treibt.

Das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping endete am Freitag ohne konkretes Ergebnis zur Golfkrise, wodurch die Hoffnungen der Anleger zunichtegemacht wurden. Zudem eskalierte die Lage am Wochenende mit neuen, dem Iran zugeschriebenen Drohnenangriffen. Während Saudi-Arabien die Bedrohungen erfolgreich abfangen konnte, traf ein Angriff ein Kernkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und löste dort einen Brand aus. Diese Ausweitung des Konflikts auf kritische Infrastrukturen von Verbündeten Washingtons lässt die Angst vor einem totalen Regionalkrieg wieder aufleben.

Angesichts dieser Eskalation ließ die Antwort des Weißen Hauses nicht lange auf sich warten. Donald Trump kam am Wochenende mit seinen höchsten Sicherheitsbeamten (darunter Vizepräsident JD Vance und CIA-Direktor John Ratcliffe) zusammen, um die Lage zu bewerten. Ein weiteres Treffen ist für Dienstag geplant, um konkrete militärische Optionen zu prüfen.

Seit Beginn der Feindseligkeiten Ende Februar sind die Rohölpreise um mehr als 50 % in die Höhe geschossen. Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus zwingt die Produzentenländer, ihre Förderung zu drosseln, während die IEA Alarm wegen des historischen Abschmelzens der weltweiten Reserven schlägt. Experten warnen, dass ein dauerhafter Anstieg der Energiepreise die Zentralbanken dazu zwingen könnte, die Zinsen länger auf hohem Niveau zu belassen, was das globale Wirtschaftswachstum bedroht.

Die durch das Auffahrts-Wochenende gewährte Atempause ist vorbei. Der kräftige Anstieg der Weltmarktpreise am Freitagabend und am Montagmorgen wirkt sich direkt auf die Heizölpreise aus, die heute Morgen einen deutlichen Sprung nach oben verzeichnen.