Heizöl-Info vom 9. Oktober

Die Ölmärkte wurden am Donnerstag von mehreren Faktoren gestützt. Gerüchte über eine mögliche US‑Militäraktion gegen den Iran vor den Zwischenwahlen haben Spekulationen befeuert, doch Präsident Trump hat schnell klargestellt, dass keine solche Operation geplant ist, wodurch die Befürchtungen einer zusätzlichen Spannungslage gemindert wurden. Gleichzeitig hat der Hurrikan Isaias dazu geführt, dass etwa 63 % der Rohölproduktion im Golf von Mexiko stillgelegt wurden, was auch die Gasproduktion und mehrere Raffinerien entlang der erwarteten Sturmroute betrifft.

Diese beiden Ereignisse kombinierten sich mit weiteren weltweiten Entwicklungen: Frankreich plant, 10 Millionen Barrel Diesel aus den Notreserven freizugeben, die G7‑Staaten haben die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus strategischen Reserven angekündigt, und die OPEC+ hält ihre Produktionsquoten für November unverändert. Gleichzeitig setzt Russland Exportverbote für bestimmte Kraftstoffe fort, während China seine Produktexporte einschränkt. All diese Faktoren führen zu einer insgesamt positiven Dynamik für die Ölpreise, obwohl geopolitische Unsicherheiten und das Risiko des Hurrikans weiterhin für Volatilität sorgen.

In der Schweiz bleiben die Preisindikatoren für Heizöl unter Druck. Das angespannte weltweite Angebot und die Erwartung steigender Produktionskosten führen zu einer Aufwärtsorientierung der heimischen Preise, obwohl die jüngsten Entschärfungs‑Botschaften aus den USA einen leichten Aufatmen bieten. Verbraucher können daher damit rechnen, dass die Heizölpreise in den kommenden Tagen auf einem hohen Niveau bleiben.