Heizöl-Info vom 24. September

Die Ölmärkte stehen weiterhin unter dem Einfluss der starken Spannungen rund um die Strasse von Hormus, auch wenn es bei der Versorgung einige Anzeichen einer Entspannung gibt. Am Rande der UNO-Generalversammlung macht der Iran die Wiederherstellung der freien Schifffahrt von einem Ende der amerikanischen Militärpräsenz und einer Lockerung der Wirtschaftssanktionen abhängig. Die Wiederinbetriebnahme der wichtigen Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien ermöglicht es zwar, einen Teil der Öllieferungen zur Küste des Roten Meeres wieder sicherzustellen, dennoch bleiben die Sorgen über mögliche Transportprobleme bestehen. Gleichzeitig bleibt die Lage bei Diesel und Heizöl angespannt. Gründe dafür sind unter anderem Infrastrukturprobleme in Libyen sowie Diskussionen in Washington über mögliche Beschränkungen der amerikanischen Dieselexporte.

Nach dem deutlichen Anstieg am Vortag, der durch robuste Wirtschaftsdaten aus den USA unterstützt wurde, legen die Rohölpreise heute Morgen eine Pause ein. Die Märkte warten auf mögliche diplomatische Fortschritte, obwohl die Positionen Washingtons und Teherans weiterhin weit auseinanderliegen. Im Fokus stehen zudem die geplanten Gespräche zwischen den USA und China, da China weiterhin zu den wichtigsten Abnehmern von Rohöl aus der Region gehört. Diese abwartende Haltung bremst den jüngsten Preisanstieg und sorgt weiterhin für deutliche Schwankungen an den Märkten.

In der Schweiz zeigt sich bei den Heizölpreisen an diesem Donnerstagmorgen vorerst keine klare Richtung. Nach dem gestrigen Anstieg gibt der ICE-Gasoil-Kontrakt, die europäische Preisreferenz für Diesel und Heizöl, im frühen Handel leicht nach. Dadurch wird der jüngste Preisanstieg etwas gebremst. Die Richtpreise für Heizöl in der Schweiz dürften damit gegenüber den gestern Nachmittag erreichten Niveaus weitgehend stabil bleiben oder leicht zurückgehen.