Heizöl-Info vom 23. September

Die aktuelle Lage am Ölmarkt ist von unterschiedlichen Signalen hinsichtlich der weltweiten Versorgung geprägt. Während Saudi-Arabien die Wiederinbetriebnahme seiner Ost-West-Pipeline angekündigt hat und der Iran eine schrittweise Wiederöffnung der Strasse von Hormus vorschlägt, sind in Libyen aufgrund bewaffneter Spannungen am Ölfeld Sharara neue Störungen aufgetreten. Gleichzeitig erinnert der deutliche Rückgang der Bestände an raffinierten Produkten in den USA daran, dass die Versorgung mit Diesel und Heizöl weiterhin angespannt ist, obwohl die Rohölbestände überraschend gestiegen sind.

Auf diplomatischer Ebene richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Generalversammlung der Vereinten Nationen, wo die Gespräche über eine Entschärfung der Krisen im Nahen Osten zunehmen. Die wechselnden Signale des US-Präsidenten zwischen Drohungen mit einer weiteren Eskalation und der Bereitschaft zu Verhandlungen sorgen weiterhin für Schwankungen an den Märkten. Die Aussicht auf eine diplomatische Entspannung führte zunächst zu einem deutlichen Rückgang der Rohölpreise. Die Preise für raffinierte Produkte änderten jedoch gegen Ende des Tages ihre Richtung und stiegen wieder an.

In der Schweiz steigen die Heizölpreise trotz des Rückgangs der Rohölpreise wieder an. Der ICE-Gasoil-Kontrakt, die europäische Preisreferenz für Diesel und Heizöl, legte gestern gegen Tagesende zu und setzt seinen Anstieg heute Morgen fort. Dadurch steigen die Heizölpreise heute Morgen leicht an.