Heizöl-Info vom 21. April

Da die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran heute Nacht um Mitternacht ausläuft, herrscht weiterhin völlige Ungewissheit: Diplomatie der letzten Chance oder Wiederaufnahme der Feindseligkeiten?

Die große Frage, die die Börsensäle bewegt, ist die Teilnahme des Irans an den für heute in Pakistan geplanten Verhandlungen. Teheran weigert sich, unter Drohungen zu verhandeln, solange die US-Seeblockade nicht aufgehoben wird. Donald Trump zeigt sich unterdessen unnachgiebig: Die Blockade werde erst nach Unterzeichnung eines endgültigen Abkommens beendet. Trotz dieser scheinbaren Sackgasse ist die US-Delegation unter der Leitung von JD Vance auf dem Weg nach Islamabad, in der Hoffnung auf ein diplomatisches Wunder in letzter Minute, vermittelt durch Pakistan.

Obwohl sich die Preise heute Morgen stabilisieren, befürchten einige Analysten, dass der Markt zu optimistisch ist. Die physische Realität ist brutal: Die Straße von Hormus ist fast menschenleer (nur drei Schiffe versuchten heute Morgen die Durchfahrt), und Nachbarländer wie Kuwait mussten bereits höhere Gewalt für ihre Lieferungen erklären. Der Irak versucht verzweifelt, seine Ströme über die Türkei ins Mittelmeer umzuleiten, doch diese Alternativen werden nicht ausreichen, um die durch die Golf-Blockade entstandene Lücke zu füllen.

Die Société Générale berichtet, dass der Preisanstieg die weltweite Nachfrage bereits um 3 % gesenkt hat. Sollte die Blockade einen weiteren Monat andauern, könnte das Defizit 1,3 Milliarden Barrel erreichen und den Ölpreis bereits im zweiten Quartal 2026 auf 110 oder 115 Dollar treiben. Umgekehrt würde eine einfache Verlängerung der Waffenruhe heute Abend für eine sofortige Entspannung sorgen.

Technisch gesehen befindet sich der Markt in einer Phase der Abwärtskorrektur. Brent stagniert heute Morgen bei etwa 94 Dollar. Da konkrete Nachrichten aus Islamabad fehlen, vermeiden es die Anleger, massive Positionen einzugehen.

Die Situation bietet derzeit eine unerwartete Atempause. Trotz der geopolitischen Spannungen ermöglicht der Rückgang bei den raffinierten Produkten (Gasoil) von gestern Abend einen Rückgang der Heizölpreise am heutigen Dienstagmorgen.