Heizöl-Info vom 20. Oktober

Der weltweite Ölmarkt bleibt stark von Unsicherheit geprägt. Auf der einen Seite hat die US‑Regierung unter Präsident Trump die geplanten Zölle auf russisches Öl vorerst ausgesetzt, während die Kämpfe zwischen den Huthi‑Rebellen und der von Saudi‑Arabien geführten Koalition im Nahen Osten zunehmen, mit neuen Angriffen auf saudische Ölanlagen. Diese Entwicklungen halten das Angebot unter Druck, obwohl die USA betonen, dass die Exporte durch die Strasse von Hormus fast wieder das Vorkriegsniveau erreichen.

Gleichzeitig haben die irakischen Ölexporte wieder zugenommen und liegen bei über 3,4 Millionen Barrel pro Tag, dank einer stärkeren Diversifizierung der Transportwege, etwa über Pipelines nach Türkei und Strassentransporte über Syrien. Trotz dieser Erholung bleibt das Risiko von Unterbrechungen hoch, da Angriffe auf Tanker und Energieanlagen im Golf die Risikoprämie der Marktteilnehmer erhöhen. Dadurch bleiben die Rohölpreise nahe ihren jüngsten Höchstständen, gestützt durch die geopolitische Volatilität.

In der Schweiz führt diese Situation zu einer Aufwärtsdynamik der Preisindikatoren für Heizöl. Die Indikatoren zeigen, dass die Preise weiterhin unter Druck stehen und die in den Abendstunden beobachteten Preissteigerungen sich halten, was die weltweite Unsicherheit und die hohe Risikoprämie widerspiegelt. Verbraucher können daher damit rechnen, dass die Heizölpreise in den kommenden Tagen auf einem hohen Niveau bleiben.