Heizöl-Info vom 2. November

Die letzten Handelstage im Oktober haben die Öl‑Futures in einem insgesamt eher positiven Umfeld bewegt, obwohl die erwartete Pause der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Anlagen und die Äusserungen des US‑Präsidenten Donald Trump, der der Diplomatie mit dem Iran mehr Zeit geben will, die Marktteilnehmer vorsichtig stimmen. Die jüngsten Vorfälle von Schiffen im Strass von Hormus sowie neue Angriffe auf saudische Ölanlagen und eine russische Raffinerie haben die positive Dynamik der Rohölpreise dennoch gestützt.

Gleichzeitig haben die diplomatischen Gespräche zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie die Verhandlungen zwischen dem Iran und Katar zu einer leichten Entspannung geführt, die zu einem Rückgang der Rohölpreise zu Wochenbeginn beigetragen hat. Analysten warnen jedoch, dass die Spannungen hoch bleiben, insbesondere wegen möglicher neuer Angriffe nach den US‑Zwischenwahlen und der Risiken durch ukrainische Angriffe auf russische Verarbeitungsanlagen. Die OPEC+‑Länder haben die Produktionsquoten für Dezember unverändert beibehalten, eine erwartete Entscheidung, die die kurzfristige Preisentwicklung kaum beeinflussen wird.

In der Schweiz führt diese Lage zu anhaltendem Druck auf die Preisindikatoren für Heizöl. Trotz eines leichten Potenzials für Preisnachlässe heute im Vergleich zum Vortag bleibt der Markt volatil und die Preise stehen weiterhin unter Druck, was die globalen Unsicherheiten und die hohen Transportkosten infolge der Spannungen im Nahen Osten widerspiegelt.