Heizöl-Info vom 7. September

Die Ölpreise verharren am heutigen Dienstagmorgen auf Aufwärtskurs, angetrieben sowohl von den Spannungen im Nahen Osten als auch von einer angezogenen chinesischen Nachfrage. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran bedroht weiterhin den Transport und die Erdölinfrastruktur im Persischen Golf. Teheran droht insbesondere mit einer Ausweitung seiner maritimen Ausschlusszone, während die Huthis einen erneuten Angriff auf die saudi-arabische Raffinerie in Jizan durchgeführt haben. Parallel dazu dauern die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien an, unter anderem gegen jene in Riasan.

Auch China trägt zur Stützung der Preise bei. Die jüngsten Daten der chinesischen Zollbehörden zeigen für August einen deutlichen Anstieg der Rohölimporte und bestätigen damit deren Erholung nach dem Tiefstand im Juni. Gleichzeitig hat das Land jedoch auch seine Ausfuhren von raffinierten Produkten gesteigert, was die Dieselverfügbarkeit auf dem internationalen Markt etwas verbessern könnte. Insgesamt stützen die Wiederaufnahme der chinesischen Käufe und die anhaltenden Schwierigkeiten im Nahen Osten die Preise jedoch weiterhin.

In der Schweiz setzt sich die am Montag eingesetzte Aufwärtsbewegung fort. Der ICE Gasoil-Kontrakt, die europäische Benchmark für Diesel und Heizöl, verbleibt auf hohem Niveau und legt am Dienstagmorgen noch einmal leicht zu. Diese Entwicklung schlägt sich in den Richtpreisen für Heizöl nieder, die im Vergleich zu Montag einen erneuten Anstieg verzeichnen.