Der Ölmarkt setzt seinen Abwärtstrend fort, wobei Brent erstmals seit knapp einem Monat wieder unter die Marke von 80 Dollar zurückfällt. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Aussicht auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormuz zurückzuführen. Mehreren übereinstimmenden Informationen zufolge würde ein 60-Tage-Entwurf den Schiffsverkehr ohne Gebühren oder Abgaben garantieren, mit zugewiesenen Fahrrinnen und gemeinsamen Entminungsaktionen zwischen dem Iran und dem Sultanat Oman. Donald Trump bestätigte, dass die Gespräche sehr weit fortgeschritten seien, hält jedoch weiterhin den diplomatischen Druck auf Teheran aufrecht.
Zu diesen geopolitischen Entwicklungen kommen ermutigende Signale aus den USA hinzu. Der Wochenbericht des American Petroleum Institute (API) verzeichnet einen Anstieg der Rohöllagerbestände und beendet damit eine wochenlange Phase des Rückgangs. Auch wenn diese Daten noch vom US-Energieministerium (DOE) bestätigt werden müssen, tragen sie dazu bei, die Sorgen vor Versorgungsengpässen zu lindern. Analysten betonen jedoch, dass die Lage fragil bleibt: Die Vorräte verharren auf einem niedrigen Niveau und die russische Raffinerieproduktion wird weiterhin durch ukrainische Drohnenangriffe beeinträchtigt.
Auf technischer Seite bleibt der Trend kurzfristig nach unten gerichtet, obwohl einige Indikatoren zeigen, dass die Bewegung allmählich an Dynamik verliert.
Der anhaltende Rückgang des ICE Gasoil-Kontrakts sowie die Beruhigung der Sorgen rund um die Straße von Hormuz lassen die Beschaffungskosten weiter sinken. Infolgedessen verzeichnen die Richtpreise für Heizöl in der Schweiz am heutigen Morgen einen erneuten deutlichen Rückgang im Vergleich zu Dienstag.

