Heizöl-Info vom 7. September

Neue Auseinandersetzungen im Persischen Golf schüren am heutigen Montag, den 7. September, erneut die Sorgen um die Ölversorgung. Am Wochenende griffen US-Streitkräfte drei iranische Öltanker als Reaktion auf Raketenangriffe auf US-Patrouillenschiffe an. Teheran schlug zurück, indem es drei Schiffe mit US-Bezug ins Visier nahm, und kündigte die baldige Einrichtung einer maritimen Ausschlusszone jenseits der Strasse von Hormus an. Diese erneute Eskalation lässt noch gravierendere Störungen des Tankerverkehrs in der Region befürchten.

Auf der Förderseite beschlossen die wichtigsten OPEC+-Staaten bei ihrem Treffen am Sonntag, ihre Produktionsziele für Oktober unverändert zu belassen. Dies hat jedoch kaum Auswirkungen auf die Preise, da Transportschwierigkeiten im Persischen Golf einige Produzenten ohnehin daran hindern, so viel Öl wie geplant auszuführen. Zudem laufen die US-Märkte am heutigen Montag aufgrund des Labor Days nur auf Sparflamme, was zu stärkeren Preisschwankungen als üblich führen könnte.

In der Schweiz haben die Spannungen vom Wochenende den Abwärtstrend vom Freitag rasch umgekehrt. Der ICE Gasoil-Kontrakt hat am Montagmorgen wieder deutlich angezogen. Die Richtpreise für Heizöl folgen dieser Bewegung und verzeichnen einen Anstieg im Vergleich zum Freitag.