Heizöl-Info vom 4. September

Die Spannungen im Persischen Golf bleiben am heutigen Freitag hoch, auch wenn sich die Ölpreise nach ihrem kräftigen Anstieg im Laufe der Woche stabilisieren. Neue iranische Angriffe richteten sich gegen Einrichtungen mit US-Truppen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Teheran verschärfte zudem seine Kontrolle über die Strasse von Hormus und erweiterte die Liste der Schiffe, die abgefangen oder mit Sanktionen belegt werden könnten. Warnungen Israels vor einem möglichen Eingreifen im Falle einer direkten Bedrohung schüren die Sorgen vor einer Ausweitung des Konflikts zusätzlich.

Mehrere Faktoren tragen jedoch dazu bei, die Preise vor dem Wochenende zu beruhigen. Die saudi-arabische Ölgesellschaft Aramco liess ihre Verkaufspreise für Oktober nach Europa und Asien nahezu unverändert – ein Zeichen dafür, dass sich die Sorgen um die Versorgung nicht weiter verschärft haben. Dennoch könnte die Produktion in Russland kurzfristig sinken, während Venezuela in seiner Fähigkeit, die Exporte rasch zu steigern, weiterhin eingeschränkt bleibt.

In der Schweiz sorgt der Rückgang des ICE Gasoil-Kontrakts am Freitagmorgen für eine weitere Entspannung. Nach den starken Anstiegen und den erheblichen Schwankungen der letzten Tage setzen die Richtpreise für Heizöl ihren Rückgang gegenüber Donnerstag somit fort.