Heizöl-Info vom 4. März

Der Ölmarkt bleibt am Mittwoch unter Hochspannung, während der Konflikt im Nahen Osten in seinen fünften Tag geht. Die Kurse ziehen heute Morgen erneut an, wobei sich die Sorte Brent oberhalb von 83 Dollar stabilisiert.

Angesichts der Lähmung des Seehandels hat Donald Trump angekündigt, dass die US-Marine bereitstehe, Öltanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Um die Reedereien zu beruhigen, schlagen die USA zudem vor, Versicherungen zu Vorzugskonditionen bereitzustellen, da kein privater Versicherer mehr bereit ist, die Zone abzudecken. Obwohl diese Ankündigung den Preisanstieg vorübergehend bremste, bleiben Experten skeptisch: Eine solche Operation wird Zeit für die Umsetzung benötigen, und die eskortierten Schiffe könnten zu bevorzugten Zielen für iranische Raketen werden.

Der Iran hat seine Warnung bekräftigt und erklärt, dass sich die Straße von Hormus im Kriegszustand befinde und bereits mehr als zehn Tanker ins Visier genommen wurden. Parallel dazu wird die amerikanisch-israelische Offensive mit einer neuen Welle von Angriffen fortgesetzt. Auf der Angebotsseite sind die Auswirkungen massiv: Katar hat seine LNG-Produktion eingestellt, der Irak drosselt die Mengen auf mehreren wichtigen Feldern, und Saudi-Arabien sucht verzweifelt nach alternativen Routen über das Rote Meer.

Die jüngsten Statistiken des API-Instituts zeigen einen stärker als erwarteten Anstieg der US-Rohölvorräte (+5,6 Millionen Barrel). In einem normalen Kontext würde dies die Preise drücken, doch heute werden diese Zahlen vollständig von der Angst vor einem physischen Abbruch der weltweiten Versorgung überschattet.

Nach den gestern erreichten Höchstständen setzen die Heizölpreise ihren Aufwärtstrend an diesem Mittwochmorgen weiter fort.