Der Ölmarkt schickt sich an, den Monat Juli mit einem kräftigen Plus abzuschließen, angetrieben von den Spannungen im Nahen Osten und dem kontinuierlichen Rückgang der Öllagerbestände in den USA. Am heutigen Freitag, den 31. Juli, geben die Preise nach mehreren Tagen starker Anstiege jedoch leicht nach.
Mehrere Faktoren tragen zu dieser Atempause bei. Einerseits nimmt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz allmählich wieder zu. Unter dem Schutz der US-Marine konnten in den letzten Tagen wieder mehr Tanker die Region passieren. Andererseits bemüht sich Saudi-Arabien um den Aufbau einer internationalen Koalition, um die Seewege im Roten Meer gegen die Angriffe der Huthi-Rebellen zu sichern.
Die Lage bleibt dennoch fragil. Laut Goldman Sachs ist die Versorgungslage bei Diesel und Heizöl weiterhin besonders angespannt. Gleichzeitig sind die Ölexporte Kasachstans über das CPC-Terminal am Schwarzen Meer nach mehreren Drohnenangriffen auf Transportschiffe erneut beeinträchtigt.
Der Rückgang des ICE Gasoil-Kontrakts sowie die schrittweise Verbesserung des Schiffsverkehrs nehmen den Druck von den Beschaffungskosten in der Schweiz. Die Richtpreise für Heizöl verzeichnen am heutigen Morgen daher einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu Donnerstag.

