Neue militärische Spannungen im Nahen Osten lassen die Ölpreise am heutigen Montag, den 31. August, kräftig steigen. Am Wochenende griffen US-Streitkräfte iranische Stellungen auf der Insel Larak an. Teheran reagierte mit Raketenangriffen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Hinzu kommen die Ankündigung Washingtons, regelmässig neue Finanzsanktionen gegen den Iran zu verhängen, sowie Drohungen bezüglich der Insel Kharg – einem zentralen Knotenpunkt für die iranischen Ölexporte. Diese Ereignisse dämpfen die Hoffnung auf eine rasche Wiederöffnung der Strasse von Hormus und schüren erneut Sorgen vor Versorgungsengpässen.
Der US-Dollar übt zusätzlichen Druck auf die Preise in Europa aus. Am Freitag stellte der Chef der US-Notenbank, Kevin Warsh, eine mögliche Straffung der Geldpolitik bereits im September in Aussicht. Seine Aussagen stärkten den Dollar gegenüber dem Euro. Da Erdöl und dessen Produkte in Dollar gehandelt werden, verteuert ein stärkerer Dollar die Importe für Käufer im Euroraum.
In der Schweiz macht sich dieser erneute Preisanstieg beim Heizöl direkt bemerkbar. Der ICE Gasoil-Kontrakt hat seit Freitag deutlich angezogen. Zudem wirkt sich der stärkere Dollar nachteilig auf den Einkauf von Ölprodukten in Europa aus. Die Richtpreise für Heizöl in der Schweiz verzeichnen daher am heutigen Montagmorgen einen kräftigen Anstieg im Vergleich zu Freitag.

