Heizöl-Info vom 30. April

Der Ölmarkt ist heute in eine regelrechte Panikphase gestürzt. Die Preise erreichen im Zuge des Konflikts neue historische Höchststände, angetrieben von der Angst vor einer unmittelbar bevorstehenden militärischen Eskalation und alarmierenden US-Lagerbestandsdaten.

Das diplomatische Klima hat sich drastisch verschlechtert. US-Präsident Donald Trump wird heute Nachmittag vom US-Zentralkommando (CENTCOM) über neue militärische Optionen gegen den Iran informiert. Berichten zufolge hat das Pentagon Pläne für kurze, aber intensive Luftschläge ausgearbeitet, um den Widerstand Teherans zu brechen. Besonders besorgniserregend: Der Einsatz von Hyperschallraketen wurde angefordert, um strategische Ziele tief im Landesinneren zu treffen. Trump betonte zwar, die aktuelle Blockade fortsetzen zu wollen, da der Iran bereits in die Enge getrieben sei, doch die Option einer Blitzoffensive liegt nun offiziell auf dem Tisch.

Die gestern Abend veröffentlichten offiziellen Daten des US-Energieministeriums (DOE) bestätigten eine kritische Verknappung des Angebots. Die Bestände an raffinierten Produkten, insbesondere Kerosin, befinden sich auf einem Tiefpunkt, was international zu logistischen Engpässen führt. In der Folge ist der Brent-Preis förmlich explodiert.

Das Kartell, das nach dem morgigen Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate nur noch 21 Mitglieder zählen wird, dürfte am Sonntag eine symbolische Förderanhebung von 188.000 Barrel pro Tag ankündigen. Analysten halten diese Maßnahme jedoch für völlig realitätsfern. Durch die Sperrung der Straße von Hormus ist die tatsächliche Opec-Produktion bereits um fast 8 Millionen Barrel pro Tag eingebrochen, da die Exportwege fehlen.

Die Lage ist somit kritisch. Die Kursexplosion an den Weltmärkten gestern und die Fortsetzung des Anstiegs heute Morgen verlängern den Aufwärtstrend der Heizölpreise massiv.