Nach mehreren Tagen starker Spannungen im Persischen Golf legt der Anstieg der Ölpreise am heutigen Donnerstag, 3. September, eine Pause ein. Obwohl sich Donald Trump bereit erklärte, falls nötig neue Angriffe zu starten, wurde seit Mittwochnachmittag kein neuer direkter Schusswechsel bestätigt. Die US-Behörden gaben zudem bekannt, dass der Ölverkehr in der Strasse von Hormus unter dem Schutz der US-Marine aufrechterhalten wird. Diese Beruhigung dämpft die Sorgen vor einer Unterbrechung der Erdöllieferungen in der Region vorerst etwas.
Auf der Versorgungsseite stellt sich die Lage ebenfalls etwas stabiler dar. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht des US-Energieministeriums (DOE) weist einen Rückgang der Rohölbestände aus, was insbesondere auf eine hohe Auslastung der Raffinerien zurückzuführen ist. Gleichzeitig hat sich der Sturm Edouard aufgelöst, ohne grössere Schäden an den Ölanlagen im Golf von Mexiko anzurichten. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das für Sonntag geplante OPEC+-Treffen, bei dem für Oktober keine wesentlichen Förderanpassungen erwartet werden.
In der Schweiz sorgt diese Pause dafür, dass die Heizölpreise nach den kräftigen Anstiegen der letzten Tage leicht nachgeben. Der ICE Gasoil-Kontrakt gibt am Donnerstagmorgen gegenüber Mittwoch nach. Die Richtpreise für Heizöl in der Schweiz verzeichnen dadurch einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vortag.

