Heizöl-Info vom 3. Juli

Der Ölmarkt präsentiert sich an diesem Freitag, 3. Juli, in einem deutlich ruhigeren Klima, trotz eines leichten Kursanstiegs am heutigen Morgen. Die Sorgen vor einer angebotsseitigen Verknappung infolge der Spannungen im Nahen Osten haben sich weitgehend gelegt, da die Ölexporte schrittweise wieder hochgefahren werden und der Schiffsverkehr zu einer normaleren Frequenz zurückfindet.

Für die Märkte bedeutet dies, dass das Risiko eines Ölmangels in weite Ferne rückt. Mehrere Großbanken, darunter Citigroup, gehen mittlerweile davon aus, dass die Brent-Preise in den kommenden Monaten ihren Rückgang fortsetzen könnten, und prognostizieren bis zum Jahresende einen Preis zwischen 60 und 65 Dollar pro Barrel.

Die Entspannung der regionalen Spannungen ermöglicht es den Erzeugerländern, die Förderhähne schneller als erwartet wieder zu öffnen. Im Juni sprang die kuwaitische Rohölproduktion auf 1,65 Millionen Barrel pro Tag (nach 580.000 im Mai), während die Kuwait Petroleum Corporation sämtliche Force-Majeure-Erklärungen aufgehoben hat. Parallel dazu sind die Exporte Saudi-Arabiens fast wieder auf ihr Vorkriegsniveau zurückgekehrt. Auf geopolitischer Ebene bestätigt die Ankündigung einer neuen Runde indirekter Gespräche Mitte Juli zwischen Washington und Teheran den Kurs der Deeskalation, obgleich der Streit über künftige Transitgebühren in der Straße von Hormus nach wie vor ungeklärt ist.

Diese weltweite Entspannung an den internationalen Märkten und der Einbruch der Gasoil-Preise zum gestrigen Handelsende bringen Entlastung. Die Heizölpreise geben heute Morgen nach, eine willkommene Entwicklung. Vor dem Wochenende ist jedoch weiterhin Vorsicht geboten, da der verlangsamte Handel in den USA am Nachmittag zu abrupteren Preisbewegungen führen könnte.