Heizöl-Info vom 28.August

Die Ölexporte aus der Golfregion erholen sich zum Ende dieser Woche weiter. Laut Goldman Sachs haben sie wieder etwa zwei Drittel ihres Vorkriegsniveaus erreicht, begleitet von einer schrittweisen Wiederaufnahme der Tankerpassagen durch die Strasse von Hormus. Diese Verbesserung trägt dazu bei, die Ängste vor Versorgungsengpässen zu dämpfen, auch wenn der Schifffahrtsverkehr in der Region noch weit von einer vollständigen Normalisierung entfernt ist. Parallel dazu erwägt Venezuela Berichten zufolge einen Austritt aus der OPEC im Rahmen der Umstrukturierung seines Erdölsektors.

Trotz dieser verbesserten Versorgungslage stützen mehrere Unsicherheiten weiterhin die Preise. Eine dauerhafte Sicherung der Strasse von Hormus ist nach wie vor nicht garantiert, und der Ukraine-Krieg bleibt eine weitere Störquelle. Zudem warten die Märkte auf die Rede des US-Notenbankchefs in Jackson Hole am heutigen Nachmittag. Dessen Aussagen zur Entwicklung der Zinssätze könnten den US-Dollar und indirekt auch die Ölpreise beeinflussen.

In der Schweiz schlägt sich der am Donnerstagabend verzeichnete Anstieg des ICE Gasoil-Kontrakts – der europäischen Benchmark für Diesel und Heizöl – in den Preisen von heute Morgen nieder. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber den Höchstständen vom Donnerstagabend verbleibt das Niveau oberhalb des Wertes vom Donnerstagmorgen. Die Richtpreise für Heizöl verzeichnen daher an diesem Freitag einen Anstieg.