Heizöl-Info vom 27. Juli

Der Ölmarkt startet nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Tage mit deutlichen Abschlägen in diese neue Woche. Die Pause bei den gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran dämpft vorübergehend die Sorgen vor Störungen der Ölversorgung. Die Lage bleibt jedoch fragil, und mehrere Faktoren stützen die Preise weiterhin.

Nach 13 Nächten in Folge mit US-Bombardements auf iranische Ziele hat Washington eine strategische Pause angeordnet, um der Diplomatie eine Chance zu geben. Als Reaktion darauf gab Teheran bekannt, seine Vergeltungsmaßnahmen ebenfalls auszusetzen, solange die USA keine neuen Angriffe ausführen. Diese Waffenruhe bleibt jedoch fragil, da Analysten diese Atempause als rein taktischer Natur einstufen.

Die Krise im Transportsektor bleibt akut. Die Huthi-Rebellen setzen ihre Seeblockade gegen Saudi-Arabien in der Meerenge Bab al-Mandeb fort und haben mehrere Öltanker sowie Anlagen von Aramco ins Visier genommen. Gleichzeitig verharrt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz auf einem historischen Tiefstand. Am Schwarzen Meer schränken die Unterbrechung des CPC-Exportterminals (Kasachstan) und die Störungen im russischen Hafen Sheskharis in Noworossijsk das physikalische Angebot weiterhin ein.

Der Preisrückgang an den internationalen Märkten und der fallende Gasoil-Preis in London schlagen sich auf den Schweizer Markt nieder. Die Richtpreise für Heizöl verzeichnen daher am heutigen Morgen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu Freitag.