Heizöl-Info vom 27.August

Zwei gegenläufige Trends prallen an den Märkten am heutigen Donnerstag, den 27. August, aufeinander. Einerseits nähren die Gespräche zwischen dem Iran und Oman die Hoffnung auf eine schrittweise Wiederöffnung der Strasse von Hormuz. Der Schiffsverkehr zeigt bereits erste Anzeichen einer Besserung mit einem Anstieg der Ölexporte aus dem Irak und Saudi-Arabien. Ein dauerhaftes Abkommen bleibt jedoch ungewiss, insbesondere wegen der Unstimmigkeiten über die von Teheran geforderten Durchfahrtsgebühren und der anhaltenden US-Seeblockade.

Andererseits haben mehrere Faktoren den Preisrückgang am Mittwochnachmittag gebremst. In den USA zeigt der jüngste Bericht des Energieministeriums (DOE), dass die Vorräte an Diesel und anderen Treibstoffen weiter sinken und sich auf aussergewöhnlich niedrigen Niveaus bewegen. Gleichzeitig bleiben die Spannungen rund um Russland hoch: Wladimir Putin bezeichnete die Friedensgespräche als „komplett festgefahren“, während ukrainische Angriffe weiterhin russische Raffinerien beeinträchtigen. Diese Faktoren halten die Versorgungssorgen aufrecht und lösten am Mittwochnachmittag eine Gegenbewegung bei den Preisen aus.

Dieser späte Preisanstieg schlägt sich heute beim Heizöl in der Schweiz nieder. Auch wenn der ICE Gasoil-Kontrakt am Donnerstagmorgen leicht nachgibt, hatte er in der zweiten Tageshälfte des Mittwochs kräftig angezogen. Die Richtpreise für Heizöl verzeichnen am heutigen Morgen daher einen Anstieg im Vergleich zum Mittwoch.