Die Hoffnung auf eine schrittweise Wiederöffnung der Strasse von Hormuz verstärkt sich am heutigen Mittwoch, den 26. August. Am Dienstag fanden im Iran konstruktive Gespräche zwischen dem iranischen Aussenminister Abbas Araghchi und seinem omanischen Amtskollegen Hamad Al Busaidi statt. Beide Länder arbeiten an der Einrichtung eines vorläufigen, gesicherten Schifffahrtskorridors sowie an gemeinsamen Minenräumungsoperationen. Weitere Verhandlungen sollen in den kommenden Wochen den Weg für eine dauerhaftere Lösung zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Meerenge ebnen.
Die Aussicht auf eine allmähliche Rückkehr der Öltanker auf diese wichtige Seeroute dämpft die Versorgungssorgen und lässt die Ölpreise nachgeben. Verstärkt wird dieser Trend durch die jüngsten Schätzungen des American Petroleum Institute (API), die einen deutlichen Anstieg der US-Rohöllagerbestände ausweisen. Die Benzin- und Dieselreserven bleiben hingegen weiterhin angespannter. Die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (DOE), die heute Nachmittag erwartet werden, dürften diese Entspannung weiter präzisieren.
Diese Beruhigung kommt dem Schweizer Markt unmittelbar zugute. Der ICE Gasoil-Kontrakt, die europäische Benchmark für Diesel und Heizöl, setzt seinen kräftigen Rückgang in London im Zuge der diplomatischen Fortschritte rund um Hormuz fort. Die Beschaffungskosten sinken spürbar, sodass die Richtpreise für Heizöl am heutigen Morgen im Vergleich zum Dienstag erneut einen deutlichen Rückgang verzeichnen.

