Der Ölmarkt schließt am heutigen Freitag, den 24. Juli, eine hochgradig angespannte Woche ab. Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und die Gefahr schwerwiegender Lieferausfälle haben den Brent-Preis erstmals seit zwei Monaten wieder über die symbolische Marke von 100 Dollar pro Barrel getrieben.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ist praktisch zum Erliegen gekommen; am Donnerstag wurde lediglich ein einziger Öltanker gezählt. Angesichts dieser Lähmung sowie der Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer wächst der politische Druck in Washington, wo Donald Trump nun umfassende Angriffe auf den Iran ins Spiel bringt. Gleichzeitig bleibt das weltweite Angebot durch Störungen am kasachischen Terminal am Schwarzen Meer geschwächt, wo Drohnenangriffe die Betreiber zu erheblichen Drosselungen der Förderung gezwungen haben.
Diese Häufung geopolitischer Risiken belastet die Importmärkte weiterhin stark. Obwohl der ICE Gasoil-Kontrakt am heutigen Freitagmorgen eine technische Korrektur verzeichnet, wirken die Höchststände vom gestrigen Handelsschluss auf die Beschaffungskosten nach. Infolgedessen verzeichnen die Richtpreise für Heizöl in der Schweiz am heutigen Morgen erneut einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu gestern.

