Heizöl-Info vom 24.August

Die Märkte agieren an diesem Montag vor der für heute Abend erwarteten Bekanntgabe der neuen US-Massnahmen gegen den Iran vorsichtig. US-Finanzminister Scott Bessent wird die Pläne Washingtons zur Verschärfung der wirtschaftlichen Isolation Teherans vorstellen. Die USA haben gewarnt, dass auch Drittländer ins Visier geraten könnten, die weiterhin Handel mit dem Iran treiben – eine Drohung, die insbesondere China betrifft. Teheran reagierte mit Schärfe und drohte damit, die Ölexporte aus dem Persischen Golf vollständig zu blockieren, sollte dieser wirtschaftliche Druck anhalten.

Trotz dieser neuen Drohungen geben die Ölpreise zu Beginn dieser Woche leicht nach. Die Sorgen um die weltweite Versorgung bleiben dennoch gross: Marktbeobachtern zufolge ist die Menge des auf See transportierten oder gelagerten Öls stark gesunken, während die Exporte aus dem Nahen Osten auf niedrigem Niveau verharren. Hinzu kommen die anhaltenden Störungen durch die Huthi-Rebellen im Roten Meer sowie regelmässige ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien.

Dieses Nachgeben an den Börsen verschafft dem Schweizer Markt etwas Linderung. Der ICE Gasoil-Kontrakt gibt am heutigen Morgen in London vor den Ankündigungen aus Washington spürbar nach. Die Richtpreise für Heizöl tendieren daher im Vergleich zum Freitag ebenfalls nach unten.