Heizöl-Info vom 21.August

Die Märkte zeigen sich zum Ende dieser Woche vorsichtig und warten auf die neuen US-Maßnahmen gegen den Iran, die am Montag bekannt gegeben werden sollen. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, dass die Details des Plans zur wirtschaftlichen Isolierung Teherans – als „wirtschaftlicher D-Day“ bezeichnet – zu Beginn der nächsten Woche veröffentlicht werden. Washington forderte seine Verbündeten zudem auf, sich klar an seiner Seite zu positionieren. Der Iran verurteilte diese Politik umgehend, während Peking seine Ablehnung einseitiger Sanktionen bekräftigte und zu einer diplomatischen Lösung aufrief. Auch wenn die Aussicht auf eine militärische Bodenintervention der USA in weite Ferne rückt, droht das Risiko einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormuz und des Roten Meeres weiterhin den Transport von Öl und Treibstoffen zu beeinträchtigen.

Auf der Angebotsseite bleibt die Lage angespannt. Wiederholte ukrainische Drohnenangriffe auf mehrere große russische Raffinerien stören die Treibstoffproduktion. Parallel dazu erwartet ExxonMobil einen vorübergehenden Rückgang der Fördermengen auf dem bedeutenden Tengiz-Feld in Kasachstan, während der Verbrauch von Diesel und Destillaten in den USA wieder anzieht.

Beim Heizöl in der Schweiz gibt es am heutigen Morgen kaum Veränderungen zu vermelden. Der ICE Gasoil-Kontrakt gibt leicht nach, doch die Märkte agieren vor den für Montag erwarteten US-Ankündigungen abwartend. Die Richtpreise für Heizöl verharren daher im Vergleich zum Donnerstag nahezu unverändert mit einer minimalen Abwärtstendenz.