Heizöl-Info vom 2. September

Die starke Verschärfung der Spannungen im Persischen Golf lässt die Ölpreise am heutigen Mittwoch, 2. September, kräftig steigen. In den vergangenen 36 Stunden haben die direkten Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran eine neue Stufe erreicht. Washington führte umfangreiche Angriffe auf Einrichtungen der Iranischen Revolutionsgarde durch, worauf Teheran mit Schlägen gegen Stützpunkte mit US-Truppen in Jordanien, im Irak, in Kuwait und in Bahrain reagierte. Zudem wurden mehrere Öltanker in der Strasse von Hormus angegriffen, was die Sorgen vor einer Blockade des Öltransits und Schäden an der regionalen Infrastruktur weiter schürt.

Zu diesen Spannungen kommt eine weiterhin angespannte Versorgungslage bei Diesel und Heizöl hinzu. In Russland haben Drohnenangriffe die Aktivität mehrerer Raffinerien beeinträchtigt, während die Beschränkungen für Diesel-Exporte aufrechterhalten werden. Eine beruhigendere Nachricht kommt hingegen aus den USA: Der Tropensturm Edouard zog über Texas und Louisiana hinweg, ohne grössere Schäden an den Ölanlagen zu verursachen. Die Märkte warten nun auf die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (DOE) am heutigen Nachmittag, nachdem das API am Dienstagabend einen erneuten Rückgang der Rohölbestände gemeldet hatte.

In der Schweiz schlägt der Kurssprung beim ICE Gasoil-Kontrakt voll auf die Heizölpreise durch. Nach dem sehr starken Anstieg vom Dienstag setzt der Kontrakt seine Aufwärtsbewegung am Mittwochmorgen fort. Die Richtpreise für Heizöl in der Schweiz verzeichnen dadurch einen besonders deutlichen Preisaufschlag im Vergleich zu Dienstag.