Brent steigt am heutigen Dienstag, den 18. August, über die Marke von 90 Dollar, da die Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen Washington und Teheran drastisch schwinden. Donald Trump bekräftigte, die im Juni geschlossene Übergangsvereinbarung nicht verlängern zu wollen, und setzt nun vorrangig auf die Aufrechterhaltung der Seeblockade gegen den Iran, um den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu erhöhen. Zudem drohte er dem Sultanat Oman mit Vergeltungsmassnahmen, sollte es sich den US-Operationen widersetzen. Vor diesem Hintergrund nehmen die Risiken für Schiffe bei der Durchfahrt der Strasse von Hormuz erneut zu, und die Zahl der Tanker auf dieser Route ist in den letzten Tagen spürbar gesunken.
Ein Zwischenfall in den USA verstärkt die Sorgen um die Kraftstoffversorgung zusätzlich: Ein Blitzeinschlag löste einen Grossbrand im Tanklager von Glenpool in Oklahoma aus, was zur Unterbrechung der Auslieferungen von diesem Standort führte, der weite Teile des Landes mit Treibstoff versorgt. Unterdessen hat der russische Schwarzmeerhafen Noworossijsk seine Ölexporte wieder aufgenommen. Diese Verbesserung reicht jedoch nicht aus, um die Sorgen rund um den Nahen Osten und die Beeinträchtigungen an mehreren Energieinfrastrukturen auszugleichen.
Dieser erneute Preisanstieg macht sich auch in der Schweiz bemerkbar. Der ICE Gasoil-Kontrakt hat seit Montag kräftig zugelegt und verteuert die Beschaffungskosten unmittelbar. Die Richtpreise für Heizöl verzeichnen am heutigen Morgen daher einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu Montag.

