Der Druck auf die weltweite Ölversorgung bleibt hoch, auch wenn sich in Saudi-Arabien eine Verbesserung abzeichnet. Nach den jüngsten Drohnenangriffen plant das Land, seine Ost-West-Pipeline schrittweise wieder in Betrieb zu nehmen. Diese strategisch wichtige Infrastruktur ermöglicht es, Öl unter Umgehung der Strasse von Hormus zum Roten Meer zu transportieren. Ein Teil der Kapazität könnte in den nächsten Tagen wiederhergestellt werden, während die vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb mehrere Wochen dauern dürfte. Diese Aussicht sorgt für eine gewisse Entspannung, doch die Exporte aus dem Nahen Osten bleiben stark beeinträchtigt und die verfügbaren Kapazitäten weiterhin begrenzt.
Nach dem starken Anstieg der vergangenen Wochen legen die internationalen Ölpreise damit eine Pause ein und gaben am Mittwoch nach. Der Markt wird jedoch weiterhin durch die niedrigen weltweiten Lagerbestände, die russischen Exportbeschränkungen für Diesel und die anhaltenden Risiken im Nahen Osten gestützt. Gleichzeitig hat die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen angehoben und weitere mögliche Zinserhöhungen signalisiert. Dies stärkte den Dollar und sorgte für zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Ölpreise. Insgesamt bleibt der Markt somit angespannt, die Aufwärtsdynamik hat sich jedoch etwas abgeschwächt.
In der Schweiz macht sich diese Entspannung am Heizölmarkt am Donnerstagmorgen deutlicher bemerkbar. Trotz einer leichten Erholung des ICE Gasoil nach dem Rückgang vom Mittwoch liegen die Richtpreise für Heizöl spürbar unter dem Niveau von gestern Morgen.

