Die Strasse von Hormuz steht zu Beginn dieser Woche weiterhin im Zentrum der Sorgen. Die Ölpreise verharren auf hohem Niveau nahe den am Freitag erreichten Ständen. Donald Trump kündigte bei einer politischen Kundgebung in New York an, die Strasse von Hormuz nach einem Sieg über den Iran zu „US-Territorium“ erklären zu wollen. Der US-Präsident rief die Verbraucher zudem dazu auf, etwas höhere Treibstoffpreise zu akzeptieren, um den Druck auf Teheran aufrechtzuerhalten. Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi betonte seinerseits, dass die traditionellen diplomatischen Kanäle nicht mehr wirksam seien und derzeit keine 60-tägige Waffenruhe in Kraft sei.
Die Risiken für den Öltransport bleiben in der Region somit erheblich. Nach zwei gemeldeten Angriffen am Donnerstag wurde am Freitag ein drittes Schiff mit Verbindungen zum emiratischen Staatskonzern ADNOC in der Strasse von Hormuz attackiert – ein Angriff, den die Vereinigten Arabischen Emirate dem Iran zuschreiben. Parallel dazu bereitet Washington neue wirtschaftliche Sanktionen gegen Teheran vor. Auch andernorts bleibt die Versorgung unter Druck: Ukrainische Drohnenangriffe zielen weiterhin auf russische Energieinfrastrukturen ab, während die Huthi-Rebellen den Druck im Roten Meer aufrechterhalten. Diese Risiken gleichen die Prognosen einer schwächeren weltweiten Ölnachfrage im Jahr 2026 teilweise aus.
Für den Schweizer Markt zeigt sich die Tendenz zu Wochenbeginn weiterhin leicht ungünstig. Der ICE Gasoil-Kontrakt, die europäische Benchmark für Diesel und Heizöl, verharrt nahe dem hohen Niveau vom Freitag. Diese Festigkeit schlägt sich am heutigen Morgen in einem leichten Anstieg der Richtpreise für Heizöl in der Schweiz im Vergleich zum Freitagsbarometer nieder.

