Heizöl-Info vom 16. Juli

Der Ölmarkt legt am heutigen Donnerstag, den 16. Juli, eine Atempause ein. Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten fließt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz, wenn auch verlangsamt, weiter. Diese leichte Erleichterung führt zu einem Rückgang der Ölpreise.

Das Tauziehen zwischen Washington und Teheran bleibt von extremer Intensität. Die US-Streitkräfte nehmen weiterhin iranische Luftabwehrstellungen und Radaranlagen ins Visier, während Teheran Angriffe auf US-Positionen in Bahrain, Kuwait und Jordanien für sich reklamiert. Laut dem Wall Street Journal erwägt die Trump-Administration sogar eine militärische Großoperation zur Übernahme der Kontrolle über die Insel Kharg, das wichtigste Exportterminal für iranisches Rohöl.

Trotz dieses explosiven Klimas ist die Schifffahrt in der Straße von Hormuz zwar eingeschränkt, aber nicht vollständig gelähmt. Rund 300 Schiffe haben die Passage in den vergangenen sieben Tagen durchquert, wobei die Hälfte von einer US-Militäreskorte begleitet wurde. Diese relative Kontinuität der physischen Ströme beruhigt den Markt vorübergehend.

Mangels einer Einigung über neue Sanktionen, insbesondere gegen russisches Flüssigerdgas (LNG), haben die Länder der Europäischen Union beschlossen, die bestehenden Maßnahmen bis zum 23. Juli zu verlängern. Die Preisobergrenze für russisches Rohöl bleibt daher vorerst unverändert.

Nach mehreren Tagen kräftiger Aufschläge ermöglicht der Rückgang der internationalen Ölpreise und das Nachgeben der Gasoil-Preise in London eine Stabilisierung der Heizölpreise in der Schweiz, die im Vergleich zu gestern Morgen sogar leicht nachgeben.