Heizöl-Info vom 15. September

Die Unsicherheit bezüglich der wichtigen saudi-arabischen Ost-West-Pipeline hält am heutigen Dienstag, den 15. September, an. Nach den Drohnenangriffen Ende vergangener Woche könnte die nach einem Ausfall vorübergehend stillgelegte Anlage laut Washington rasch ihren Betrieb wieder aufnehmen. Andere Quellen sprechen jedoch von einer mehrwöchigen Ausfallzeit. Diese Infrastruktur ermöglicht normalerweise den Transport eines bedeutenden Teils des saudi-arabischen Öls an das Rote Meer unter Umgehung der Strasse von Hormus. Eine längere Schliessung würde die Exporte aus der Region somit weiter erschweren.

Auch an anderen Fronten bleiben die Spannungen bestehen. Die USA haben ihre Sanktionen auf die russische VTB-Bank ausgeweitet, der vorgeworfen wird, dem Iran bei der Umgehung von US-Finanzrestriktionen geholfen zu haben. Gleichzeitig richteten sich neue Raketenangriffe der Huthis gegen Ziele in Saudi-Arabien. Die Märkte sorgen sich daher weiterhin stärker um die Risiken für den Öltransport und die Infrastruktur als um die Aussichten auf eine diplomatische Deeskalation. Die Aufmerksamkeit richtet sich zudem auf die US-Notenbank, die am Mittwoch ihren Zinsentscheid bekannt geben wird.

In der Schweiz verharren die Heizölpreise am heutigen Dienstagmorgen weitgehend stabil auf hohem Niveau. Der ICE Gasoil-Kontrakt zieht am Morgen wieder an, nachdem er in der zweiten Tageshälfte des Montags deutlich nachgegeben hatte. Diese Bewegungen gleichen sich weitgehend aus, sodass die Richtpreise für Heizöl im Vergleich zu Montag nahezu unverändert bleiben.