Heizöl-Info vom 15. Juli

Der Ölmarkt bleibt am heutigen Mittwoch, den 15. Juli, unter starker Anspannung. Während die Seeblockade der Vereinigten Staaten gegen den Iran offiziell in Kraft getreten ist, lassen die direkten militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die zivile Infrastruktur Teherans die Importeure des schwarzen Goldes das Schlimmste befürchten und treiben die Kurse auf neue Höchststände.

Die vierte Nacht in Folge führte das US-Zentralkommando (CENTCOM) Luftangriffe auf Küstenanlagen nahe der Straße von Hormuz durch. US-Präsident Donald Trump verschärfte den Ton weiter und drohte damit, bereits in der nächsten Woche alle Kraftwerke und Brücken im Iran zu zerstören, sollte sich das Land weigern zu verhandeln. Die Revolutionsgarden reagierten prompt mit der Drohung, sämtliche Energieexporte aus der Golfregion blockieren zu wollen.

Einziger kleiner Lichtblick zur Entspannung: Trump rückte von seinem umstrittenen Vorschlag ab, eine Sicherheitsgebühr von 20 % auf den Transit durch die Straße von Hormuz zu erheben. Stattdessen bevorzugt er nun die Idee bilateraler Investitionsabkommen mit den anderen Golfmonarchien.

Die wöchentliche Veröffentlichung des US-Branchenverbands API verstärkte den Preisanstieg an den Börsen zusätzlich. Die API meldete einen Rückgang der Rohölbestände um -0,6 Millionen Barrel, vor allem aber einen deutlichen Abbau der Benzinvorräte um -1,7 Millionen Barrel mitten in der Hauptreisesaison im Sommer. Die Anleger warten nun auf die Bestätigung dieser Zahlen durch den offiziellen Bericht des Energieministeriums (DOE) um 16:30 Uhr.

Für den Schweizer Markt lastet der anhaltende Anstieg der Gasoil-Preise in London weiterhin auf den Heizölpreisen. Der kontinuierliche Preisanstieg pro Tonne Gasoil und das fortbestehende Embargo auf Raffinerieprodukte in Osteuropa erzwingen eine Preisanpassung nach oben.