Heizöl-Info vom 15. April

Der Ölmarkt gerät an diesem Mittwoch, dem 15. April, weiter ins Wanken. Während die Hoffnung auf eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen gestern zu einem Kursrückgang führte, lasten die Realität eines Blockade-Krieges in der Straße von Hormus und stark steigende US-Lagerbestände auf den Entscheidungen der Anleger.

Donald Trump deutete an, dass die Verhandlungen mit Teheran innerhalb der nächsten 48 Stunden wieder aufgenommen werden könnten. Dennoch lässt Washington nicht locker: Das US-Finanzministerium kündigte an, die Sanktionsausnahmen für den Verkauf von bereits auf Schiffen verladenem iranischem Öl nicht zu verlängern. Diese Frist läuft am Sonntag ab. Gleichzeitig erklärt die US-Marine, den iranischen Seehandel durch ihre eigene Blockade vollständig zum Erliegen gebracht zu haben, eine Situation, die Teheran offenbar vorübergehend akzeptiert, um die Chancen auf einen Dialog nicht zu gefährden.

Die Internationale Energieagentur (IEA) veröffentlichte einen eher pessimistischen Monatsbericht. Sie revidierte nicht nur das globale Angebotswachstum nach unten, sondern prognostiziert für das erste Quartal 2026 auch den stärksten Nachfragerückgang seit der Pandemie. Diese globale Konjunkturabkühlung, die durch die trüben Prognosen des IWF bestätigt wird, wirkt wie eine starke Bremse für den Preisanstieg.

Die Daten des API (American Petroleum Institute) sorgten gestern Abend für Ernüchterung, als sie einen massiven Aufbau der Rohölvorräte um +6,1 Millionen Barrel meldeten. Sollten diese Zahlen heute Nachmittag durch den offiziellen DOE-Bericht bestätigt werden, würden die US-Reserven ein Zweijahreshoch erreichen. Dieser relative Überfluss in den USA steht in krassem Gegensatz zur Knappheit bei raffinierten Produkten (wie Kerosin), die Europa allmählich trifft.

Die Kurse starteten mit einer bärischen Tendenz in den Tag. Brent stabilisiert sich um die 95-Dollar-Marke, den niedrigsten Stand seit einer Woche.

Die Nachrichtenlage zeigt sich an diesem Morgen etwas beruhigender, da die Kombination aus diplomatischen Hoffnungen und steigenden US-Beständen die Preise dämpft. Ein Rückgang der Heizölpreise wird daher erwartet.