Die Spannungen rund um die Straße von Hormuz stehen am heutigen Freitag, den 14. August, weiterhin im Vordergrund. Die Sorgen vor einer anhaltenden Blockade wurden durch einen Angriff auf zwei Öltanker des staatlichen emiratischen Unternehmens ADNOC neu entfacht, den die Vereinigten Arabischen Emirate dem Iran zuschreiben. Auch Washington verschärft den Ton: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, die Seeblockade der USA gegen den Iran könne „auf unbestimmte Zeit“ aufrechterhalten werden, während neue wirtschaftliche Sanktionen vorbereitet werden. Teheran drohte seinerseits mit dem Übergang zu einer direkten militärischen Offensive, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden.
Auf der Angebotsseite bleibt die Lage ebenfalls fragil. Ein neuer ukrainischer Drohnenangriff traf einen der wichtigsten Raffineriekomplexe in Russland. Gleichzeitig haben IEA, EIA und OPEC ihre Prognosen für die weltweite Nachfrage im Jahr 2026 nach unten korrigiert, vor allem aufgrund des hohen Preisniveaus. Der Markt bleibt somit hin- und hergerissen zwischen den Risiken von Versorgungsunterbrechungen und der Aussicht auf eine nachlassende Nachfrage.
In der Schweiz macht sich der gestrige Preisanstieg vom Nachmittag weiterhin bei den Heizölpreisen bemerkbar. Auch wenn der ICE Gasoil-Kontrakt am heutigen Morgen leicht nachgegeben hat, notiert er weiterhin über dem Niveau vom frühen Donnerstaghandel. Die Richtpreise für Heizöl in der Schweiz verzeichnen am heutigen Morgen daher einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu Donnerstag.

