Heizöl-Info vom 11.August

Der Ölmarkt verzeichnet am heutigen Dienstag, den 11. August, einen kräftigen Anstieg, angetrieben von einem erneuten Aufflammen der geopolitischen Spannungen. Die Hoffnungen auf eine diplomatische Annäherung zwischen Washington und Teheran rücken wieder in weite Ferne. Als Reaktion auf die Bedingungen des Iran für eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz fordert Donald Trump seinerseits finanzielle Entschädigungen für die Opfer iranischer Aktionen im Libanon, in Syrien und in Gaza und betont, seinen Verhandlungsführern strikte Anweisungen gegeben zu haben. Diese Verhärtung der Positionen macht ein Abkommen über den Schiffsverkehr kurzfristig sehr unwahrscheinlich, was die Transport- und Versicherungskosten für Öltanker auf einem hohen Niveau hält.

Zu dieser Festgefahrenheit im Golf kommen neue Bedrohungen für die weltweite Versorgung hinzu. In Libyen rief die staatliche Erdölgesellschaft NOC nach einem Drohnenangriff auf die Raffinerie in Zawiya den Notstand aus, nachdem ein Treibstofftank zerstört wurde und der Betrieb der Anlage beeinträchtigt werden könnte. Parallel dazu halten die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastrukturen an, während die Huthi-Rebellen nach mehreren Angriffen auf die saudi-arabischen Anlagen in Jizan den Druck im Roten Meer aufrechterhalten.

Der starke Anstieg des ICE Gasoil-Kontrakts setzt sich am heutigen Morgen nach dem Steilflug vom Montag fort. In Kombination mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten führt dies zu einem kräftigen Anstieg der Beschaffungskosten in der Schweiz. Die Richtpreise für Heizöl verzeichnen daher am heutigen Morgen einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zu Montag.