Heizöl-Info vom 14. September

Die Risiken einer Störung der Ölversorgung verschärfen sich zu Beginn dieser Woche weiter. Saudi-Arabien hat den Betrieb seiner wichtigen Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriffen aus dem irakischen Gebiet vorsorglich eingestellt. Diese Infrastruktur ermöglicht normalerweise den Transport eines Teils des saudi-arabischen Öls an das Rote Meer, ohne die Strasse von Hormus passieren zu müssen. Ihre Schliessung nimmt der Region somit eine bedeutende Ausweichroute für den Export. Gleichzeitig verstärken die Vorstösse der Huthi-Rebellen in Richtung der Insel Perim die Sorgen rund um die Strasse von Bab el-Mandeb, eine weitere strategische Nadelöhr-Passage für den Seeverkehr.

Auch die Aussichten auf eine diplomatische Deeskalation schwinden. Der Oman gab die Verschiebung eines Treffens auf unbestimmte Zeit bekannt, bei dem der Iran und mehrere Golfstaaten über die Einrichtung einer gesicherten Fahrrinne in der Strasse von Hormus beraten wollten. Dieser mangelnde Fortschritt treibt die Preise zusammen mit den neuen Bedrohungen für den Öltransport auf neue Höchststände: WTI hat die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten, während Brent mittlerweile um 107 Dollar notiert.

In der Schweiz verharren die Heizölpreise zu Wochenbeginn weitgehend stabil auf hohem Niveau. Der ICE Gasoil-Kontrakt – die europäische Benchmark für Diesel und Heizöl – legt am Montagmorgen zwar leicht zu, löst auf dem Schweizer Markt jedoch keine grösseren Preisausschläge aus. Die Richtpreise für Heizöl verzeichnen somit einen leichten Anstieg im Vergleich zu Freitag.