Heizöl-Info vom 10. Juli

Der Ölmarkt findet am heutigen Freitag, den 10. Juli, wieder etwas zur Ruhe. Nach den starken Spannungen Mitte der Woche beruhigt die Bestätigung über die Fortführung der Gespräche zwischen Washington und Teheran die Märkte und lässt die Ölpreise sinken.

Wider Erwarten ist die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung nicht gestorben. Ein offizieller US-Vertreter bestätigte, dass die technischen Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hinter den Kulissen fortgesetzt werden. Obwohl die militärische Waffenruhe durch gegenseitige Angriffe in Stücke geflogen ist, zeigt sich die Anlegerwelt erleichtert darüber, dass die Trump-Administration darauf verzichtet hat, die Energieinfrastruktur des Irans direkt ins Visier zu nehmen. Der Markt deutet diese Spannungen eher als Belastungsprobe für den Friedensprozess denn als endgültiges Scheitern, was die Sorgen vor explodierenden Preisen eindämmt.

Trotz dieser diplomatischen Fortschritte bleibt die Lage auf maritimer Ebene stark beeinträchtigt. Der Verkehr durch die Straße von Hormus, eine Lebensader für das weltweite Öl, kam am Donnerstag nahezu vollständig zum Erliegen und bleibt auch heute äußerst schwach, da die Reeder sich weigern, ihre Schiffe der Gefahr auszusetzen. Gleichzeitig hat der Iran in Erwartung möglicher großflächiger Blockaden seine Rohölexporte massiv beschleunigt, indem er sein Öl auf Tankern speichert, um es in Sicherheit zu bringen.

Der Rückgang der Ölpreise auf den internationalen Märkten bringt eine willkommene Entlastung nach den kräftigen Aufschlägen des Vortags. Dank sinkender Gasoil-Preise in London verzeichnen auch die Heizölpreise in der Schweiz am heutigen Morgen im Vergleich zum Donnerstag einen Rückgang.