Der Ölmarkt startet zu Beginn dieser Woche mit einer festeren Tendenz, wobei Brent um die Marke von 85 Dollar notiert. Die Hoffnung auf eine rasche Wiederöffnung der Straße von Hormuz ist nach der Veröffentlichung der Bedingungen Teherans erneut in weite Ferne gerückt: Einstellung der US-Drohungen, Ende des Konflikts, Abzug der Streitkräfte aus der Region, finanzielle Entschädigungen, Aufhebung der Sanktionen sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Gesichts dieser Forderungen scheinen die diplomatischen Gespräche festgefahren; Donald Trump deutete an, künftig gezielter auf wirtschaftlichen Druck zu setzen.
Parallel dazu bleiben die Risiken von Versorgungsstörungen hoch. Die Huthi-Rebellen führten am Wochenende einen erneuten Angriff auf die saudi-arabische Raffinerie in Jizan aus, was einen Brand an einem Öllagertank auslöste. Das US-Militärkommando setzt seinerseits die Seeblockade rund um den Iran fort. Einziger Lichtblick: Kiew hat Berichten zufolge zugestimmt, keine Infrastrukturen und Tanker im Schwarzen Meer mehr anzugreifen, die keinen Bezug zu Russland haben, was die Ölexporte Kasachstans schützten dürfte. In den USA haben die jüngsten Arbeitsmarktdaten zudem die Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank im September verstärkt, was den Dollar schwächt und die Ölpreise mechanisch stützt.
Auf dem Schweizer Markt bleibt der Anstieg des ICE Gasoil-Kontrakts, der europäischen Benchmark für Diesel und Heizöl, jedoch begrenzt. Die Richtpreise für Heizöl verändern sich am heutigen Morgen daher kaum und verzeichnen nur einen leichten Anstieg im Vergleich zu Freitag.

