Heizöl-Info vom 7. Oktober

Die Unsicherheit an den Erdölmärkten nimmt mit der Intensivierung der iranischen Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus wieder zu. Die Schifffahrtsorganisation UKMTO registrierte in diesem Monat bereits zahlreiche Zwischenfälle, was viele Reeder dazu veranlasst, ihre Routen anzupassen oder Ortungssysteme abzuschalten. Zu dieser Verschärfung der Sicherheitslage im Nahen Osten kommt die Bedrohung durch einen ersten Hurrikan der Saison im Golf von Mexiko hinzu, der auf die Küsten von Louisiana und Mississippi zusteuert und sowohl die US-Offshore-Förderung als auch die Aktivität wichtiger Raffinerien gefährdet.

Während die Freigabe strategischer Reserven durch die IEA-Mitglieder und vorübergehende Signale stabiler saudischer Exporte zu Tagesbeginn noch für Gewinnmitnahmen sorgten, drehte die Stimmung im Tagesverlauf rasch wieder. Warnungen vor extrem niedrigen weltweiten Lagerbeständen sowie ein überraschender Rückgang der US-Rohölreserven laut API-Bericht rückten die Versorgungsängste erneut in den Vordergrund. Nach einem vorübergehenden Rücksetzer machten die internationalen Notierungen ihre Verluste bis zum Abend weitgehend wieder wett und tendierten erneut fester.

In der Schweiz bleiben die Heizölpreise Mitte Woche sehr volatil und unter Druck. Die morgendliche Beruhigung am Markt für Raffinerieprodukte löste sich angesichts des Wiederanstiegs der internationalen Kurse am gestern Spätnachmittag rasch auf. Die Richtpreise für Heizöl zeigten am Abend entsprechend eine steile Aufwärtsdynamik, wodurch das Preisniveau weiterhin hoch bleibt.