Heizöl-Info vom 28. September

Die Hoffnungen auf eine rasche Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus haben am Wochenende einen Dämpfer erlitten. Der US-Präsident lehnte einen ersten Vorschlag aus Teheran ab, während der Iran das Ende der Seeblockade fordert, bevor eine Wiederöffnung der Wasserstrasse in Betracht gezogen wird. Gleichzeitig bleibt die Sicherheitslage im Nahen Osten angespannt, da die Huthis ihre Drohnenangriffe auf mehrere Städte und Erdölinfrastrukturen in Saudi-Arabien fortsetzen. Einzig aus Libyen gibt es positive Nachrichten zur globalen Versorgung: Die Pipeline, die das Sharara-Ölfeld mit dem Terminal in Zawiya verbindet, konnte nach einer kurzen Unterbrechung wieder in Betrieb genommen werden.

Die diplomatische Ungewissheit schürt erneut die Sorgen der Investoren an den internationalen Märkten. Die Möglichkeit von US-Exportbeschränkungen für Diesel setzt den Destillatmarkt, der aufgrund weltweit niedriger Lagerbestände ohnehin angespannt ist, zusätzlich unter Druck. Obwohl Saudi-Arabien seine Ost-West-Pipeline schrittweise wieder in Betrieb genommen und die Lieferungen gesteigert hat, bleibt die geopolitische Risikoprämie hoch. Nach einem leichten Rückgang Ende letzter Woche tendieren die Rohöl- und Produktnotierungen an den Weltbörsen an diesem Montagmorgen daher wieder nach oben.

In der Schweiz kommt der leichte Abwärtstrend vom Ende der vergangenen Woche an diesem Montag zum Stillstand. Die internationalen Referenzkurse für Gasöl orientieren sich aufgrund der erneuten Spannungen rund um die Verhandlungen zur Strasse von Hormus wieder aufwärts. Infolgedessen zeichnen sich bei den indikativen Heizölpreisen in der Schweiz im Vergleich zu Freitagfrüh deutliche Aufschläge ab.