Die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Ölmarkt heute sind die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und in der Ukraine. Die USA haben Personal aus Saudi‑Arabien evakuiert, was die Befürchtung eines möglichen Angriffs auf den Iran schürt, während die Huthi‑Rebellen ihre Angriffe auf saudische Anlagen intensivieren. Gleichzeitig hat der Iran seine Exportfähigkeit stark reduziert, sodass China auf andere Lieferanten ausweichen muss. Trotz dieser Unsicherheiten haben sich die Rohölexporte aus dem Golf auf ein Niveau nahe dem Vor‑Konflikt stabilisiert.
Wirtschaftlich treiben extrem hohe Frachtraten die Ölpreise nach oben. Die Kosten für Supertanker‑Routen vom Golf nach China liegen weit über dem Zehn‑Jahres‑Durchschnitt und belasten den Endpreis des Rohöls. Die jüngsten Sabotageakte an einer libyschen Pipeline verursachen nur geringe Mengenverlust‑ und haben nur einen marginalen Einfluss auf das globale Angebot, verdeutlichen jedoch die Anfälligkeit des Marktes. Insgesamt erzeugen diese Faktoren einen anhaltenden Aufwärtsdruck, wobei kurzfristig kaum Korrektursignale erkennbar sind.
In der Schweiz bleiben die Preisindizes für Heizöl unter Druck und zeigen eine Aufwärts‑Tendenz. Die Kombination aus stabiler Nachfrage, hohen Transportkosten und anhaltenden geopolitischen Risiken führt zu einer volatilen Marktsituation, was für Verbraucher und Fachleute im Heizungsbereich zu höheren Preisen führt.

