Heizöl-Info vom 22. September

Die weltweite Ölversorgung steht vor neuen geopolitischen und operationalen Herausforderungen. In Libyen hat eine bewaffnete Gruppe eine Pipeline des Sharara-Ölfelds blockiert, was zu einem drastischen Einbruch der dortigen Förderung führt und Versorgungsängste schürt. Gleichzeitig bleiben die Raffinerieinfrastrukturen unter Druck, wie die anhaltenden Drohnenangriffe auf russische Anlagen zeigen, auch wenn diplomatischer Aufwand für eine mögliche Deeskalation betrieben wird.

Auf diplomatischer Ebene richtet sich das Augenmerk auf die UN-Generalversammlung in New York, wo allfällige Gespräche zwischen Vertretern der USA, des Irans und der Ukraine für Unsicherheit am Markt sorgen. Nach vier Verlusttagen in Folge, an denen die internationalen Rohölpreise spürbar nachgaben, zeigen die Märkte an diesem Dienstagmorgen eine leichte Erholung. Die Händler wiegen die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung gegen die tatsächlichen Risiken für das Angebot ab.

In der Schweiz zeichnet sich bei den Heizölpreisen an diesem Dienstagmorgen noch keine eindeutige Richtung ab. Zwar ergab sich durch die deutlichen Kursabschläge an den internationalen Börsen am Montag rechnerisches Potenzial für Verbilligungen, die leichte Gegenbewegung am Dienstagmorgen hält die Inlandspreise vorläufig jedoch auf einem nahezu unveränderten Niveau im Vergleich zum Vortag.