Am Mittwochmorgen haben mehrere Ereignisse die weltweite Ölversorgung belastet: Das API meldete einen starken Bestandsabbau, ein Tanker wurde erneut durch eine Seemine im Persischen Golf beschädigt und die tatsächlichen Exportmengen durch die Meerenge scheinen niedriger zu sein als von den USA angegeben. Trotz dieser eher positiven Fundamentaldaten blieben die Kurse nahe ihrem hohen Niveau, nahe den Fünf‑Monats‑Höchstständen, ohne nennenswerte Bewegung.
Gleichzeitig bestehen weiterhin geopolitische Spannungen. Der Iran hat erklärt, dass er keine neuen Verhandlungen mit den USA aufnehmen wird, und Morgan Stanley geht von einer knappen Produktversorgung bis 2027 aus. Die US‑Bemühungen, die Dieselproduktion zu steigern, sowie die geplanten russischen Diesel‑Exporte haben bislang keine spürbare Wirkung gezeigt. Diplomatische Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine könnten die Preise entspannen, doch Analysten bleiben skeptisch, dass hier echte Fortschritte erzielt werden. Zusätzlich sorgen neue Angriffe der Huthi auf saudische Anlagen und die Evakuierung von US‑Personal in der Region für Befürchtungen einer erneuten Eskalation im Nahen Osten.
In der Schweiz bleiben die Preisindikatoren für Heizöl unter Druck. Nach einer leichten Korrektur am späten Handel haben ICE Gasoil und NYMEX Heating Oil Kursrückgänge verzeichnet, was zu Preisnachlässen für den Inlandsmarkt führt. Dennoch bleibt das Niveau hoch und die Volatilität hoch, sodass die Verbraucher mit einer insgesamt stabilen, aber potenziell wieder steigenden Preisentwicklung rechnen müssen, falls die geopolitischen Spannungen zunehmen.

