Die anhaltenden Angriffe auf Ölanlagen in Saudi‑Arabien und das fehlende Ende der Spannungen in der Strasse von Hormus haben das Risiko‑Bewusstsein auf den globalen Ölmärkten hoch gehalten. Obwohl die Exporte aus der Region auf bis zu 80 % des Vorkriegsniveaus zurückgekehrt sind, zeigen die jüngsten Vorfälle, mindestens achtzehn Angriffe auf Öltanker und ein weiterer Supertanker, der durch eine Seemine beschädigt wurde, dass die Schifffahrt weiterhin bedroht ist. Die in den ersten zwanzig Tagen des Oktobers transportierten Mengen von etwa 9,1 Millionen Barrel liegen deutlich unter den von den USA genannten 20 Millionen Barrel und verdeutlichen das anhaltende Engpass‑Problem.
Gleichzeitig sind die Frachtraten stark gestiegen, von rund 3 Dollar pro Barrel vor einem Jahr auf heute fast 20 Dollar, was mehr als die Hälfte der Brent‑Preissteigerung seit Jahresbeginn ausmacht. Diese höheren Transportkosten, zusammen mit den geopolitischen Risiken und möglichen Schäden an der Ölinfrastruktur, unterstützen eine allgemeine Aufwärtsrichtung der Rohölpreise, obwohl die Märkte am Tagesende nach einer Gewinnmitnahme leicht korrigierten. Analysten gehen von einer möglichen Stabilisierung aus, anstatt von einem deutlichen Preisrückgang in den kommenden Monaten.
Für die Schweiz bedeutet dies einen Aufwärtsdruck auf die Preisindikatoren für Heizöl. Die Indikatoren zeigen eine steigende Tendenz, obwohl der Schlusskurs des Tages einen leichten Rückgang verzeichnete. Die Verbraucher können daher damit rechnen, dass die Preise in den kommenden Tagen weiterhin unter Druck stehen und nur wenig Anzeichen für eine kurzfristige Entspannung zeigen.

