Heizöl-Info vom 16. Oktober

Der weltweite Ölmarkt startete am Donnerstagmorgen neutral. Trotz eines deutlichen Rückgangs der US‑Rohölbestände, den das API gemeldet hatte, blieb das saudi-arabische Angebot relativ robust und die Möglichkeit einer Lockerung der US‑Sanktionen gegen Schattenflotten‑Tankerschiffe brachte zusätzlichen Auftrieb. Gleichzeitig hat die IEA ihre Prognose für das Nachfragewachstum nach unten korrigiert, was die Marktstimmung dämpfte.

Technisch gesehen erzeugten die Indikatoren Verkaufssignale für Rohöl und Gasoil, wodurch die Kurse unter die Vortagestiefs fielen. Brent und Gasoil rutschten sogar unter den 7‑Tage‑Durchschnitt, während an den Finanzmärkten eine ausgeprägte Risikoaversion zu beobachten war, die den Abwärtsdruck verstärkte. Am Nachmittag testete der europäische Gasoil‑Kontrakt den 21‑Tage‑Durchschnitt, nachdem Russland nach einem US‑Abkommen wieder erste Diesel­exporte meldete und die IEA die Freigabe von strategischen Reserven von über 100 Millionen Barrel ankündigte.

Für die Schweiz bedeutet das eine eher rückläufige Tendenz beim Heizöl. Die Preisindikatoren zeigen weiterhin ein Abwärts‑Potential, obwohl der Druck am späten Nachmittag leicht nachgelassen hat, wie unser regionaler Preis‑Index anzeigt. Kunden können daher erwarten, dass die indikative Preisentwicklung in den kommenden Tagen unter Druck bleibt.