Heizöl-Info vom 13. Oktober

Am Montag dominierten die Entwicklungen rund um den Russland‑Ukraine‑Konflikt die Ölmärkte. Der US‑Präsident verkündete eine neue „Energie‑Waffenruhe“ zwischen Moskau und Kiew und schloss ein Abkommen, das Russland erlaubt, teilweise Diesel zu exportieren. Gleichzeitig verschärften sich die Angriffe auf saudische Einrichtungen, darunter ein Anschlag auf den Flughafen Riad, und es gab neue Drohnenangriffe auf Öltanker im Persischen Golf. Diese Ereignisse trieben die Preise für Rohöl und Diesel an den internationalen Märkten nach oben.

Zusätzlich zeigt der Seeverkehr eine wachsende Zurückhaltung, den Persischen Golf zu durchqueren. Zahlreiche Supertanker und Suezmax‑Schiffe haben ihre Route vor dem Hafen Fujairah geändert, was das bewährte Ship‑to‑Ship‑Transfersystem, das die Exportflüsse aus dem Golf sicherte, gefährdet. Diese Zurückhaltung, zusammen mit den Unsicherheiten über die Nachhaltigkeit der „Energie‑Waffenruhe“, hält die Volatilität auf den Ölmärkten hoch, obwohl Analysten aufgrund der neuen russischen Diesel‑Lieferungen und einer teilweisen Stabilisierung des saudischen Angebots eine leichte Aufwärtsorientierung sehen.

Für die Schweiz zeigen die indikative Preise für Heizöl am Morgen einen leichten Rückgang, bleiben jedoch unter Druck durch die weltweiten Unsicherheiten. Die allgemeine Marktlage bleibt unklar: Sollten die Spannungen im Nahen Osten zunehmen oder die russischen Lieferungen tatsächlich beginnen, könnten die Preise wieder steigen, während eine Beruhigung der geopolitischen Risiken eine stabilere oder leicht rückläufige Preisentwicklung unterstützen könnte.