Heizöl-Info vom 8. Januar

Donald Trumps Energiestrategie für Venezuela bringt die globalen Gleichgewichte ins Wanken und schürt die Erwartung eines dauerhaften Preisverfalls. Der US-Präsident setzt auf eine Neuausrichtung des venezolanischen Ölsektors unter amerikanischer Führung, um die Notierungen mittelfristig in Richtung der 50-Dollar-Marke zu drücken. Während Washington bereits damit begonnen hat, erste Bestände zu veräußern, um die lokale Wirtschaft zu stützen und US-Unternehmen zu entschädigen, bedroht dieses Vorhaben direkt die Interessen großer Abnehmer wie China und wirft Fragen über die künftige Reaktion der OPEC+ auf.

In den USA bestätigen offizielle Statistiken einen grundlegenden Trend: während die Rohölreserven sinken, verzeichnen die Bestände an Raffinerieprodukten wie Benzin und Diesel massive Zuwächse. Dieses Ungleichgewicht belastet zusammen mit enttäuschenden Arbeitsmarktdaten die Stimmung der Anleger. Auch wenn die internationalen Aktienmärkte eine gewisse Stärke zeigen und der Ukraine-Konflikt weiterhin für Nervosität sorgt, können diese Faktoren nicht über die Marktsättigung hinwegtäuschen, bei der das Angebot die Nachfrage bei weitem übersteigt.

Auf dem Binnenmarkt zeigen sich die Heizölpreise nach dem deutlichen Rückgang vom Vortag derzeit richtungslos. Kurzfristig richten sich die Blicke auf anstehende US-Wirtschaftsdaten, doch der Gesamtdruck bleibt abwärts gerichtet. Einmal mehr wirkt der für 2026 erwartete Ölfluss wie eine Obergrenze, die eine signifikante und nachhaltige Erholung der Preise verhindert.