Heizöl-Info vom 6. März

Der Ölmarkt geht unter extremer Spannung in das Wochenende und schwankt zwischen der militärischen Eskalation im Nahen Osten und der Drohung eines direkten Eingreifens des Weißen Hauses in die Finanzmärkte.

Angesichts der explodierenden Preise erwägt die Trump-Administration außergewöhnliche Maßnahmen. Innenminister Doug Burgum deutete mögliche Interventionen an den Terminmärkten sowie den Rückgriff auf die strategischen Ölreserven an, um die Spekulation zu dämpfen. Diese Ankündigung sorgte am Freitagmorgen für eine leichte Beruhigung, da Händler unvorhersehbare Schritte Washingtons fürchten.

Gleichzeitig versuchen die USA, Lücken in der weltweiten Versorgung zu schließen. Washington gewährt Indien eine Ausnahmegenehmigung, die es dem Land vorübergehend erlaubt, seine Käufe von russischem Öl zu steigern. Diese Entscheidung soll einen Zusammenbruch der indischen Raffinerien verhindern, die aufgrund des fehlenden Rohöls aus der Golfregion bereits „höhere Gewalt“ für ihre Exporte anmelden mussten.

Vor Ort bleibt die Lage kritisch. Der Konflikt hat sich auf den Libanon ausgeweitet, mit heftigem Schlagabtausch zwischen Israel und der Hisbollah. Im Iran wurde Berichten zufolge ein US-Tanker angegriffen. Die Lagerkapazitäten der Golf-Produzenten stoßen an ihre Grenzen, was den Irak dazu zwingt, eine drastische Drosselung seiner Produktion auf nur noch 1 Million Barrel pro Tag in Erwägung zu ziehen, sollte die Straße von Hormus gesperrt bleiben. Goldman Sachs warnt, dass der Ölpreis die 100-Dollar-Marke überschreiten könnte, falls die Blockade fünf Wochen andauert.

Obwohl die internationalen Kurse nach Trumps Interventionsdrohungen heute Morgen eine leichte Pause einlegen, weisen die Heizölpreise an diesem Freitagmorgen im Vergleich zu Donnerstagmorgen weiterhin ein leichtes Aufwärtspotenzial auf, da die Risikoprämie unvermindert präsent bleibt.